XrayHubRöntgenbilder digital an Patienten übergeben

Röntgenbilder digital an Patienten übergeben

Nicht die Technik entscheidet, ob der Umstieg gelingt, sondern der Ablauf am Empfang. Hier steht, wie die Übergabe in der Praxis abläuft, was die Patientin zu Hause sieht und woran es in der Anfangszeit meistens hakt.

Der Ablauf am Empfang

Drei Handgriffe, mehr ist es nicht: Bilder auswählen, Geburtsdatum eintragen, senden. Das Verschlüsseln geschieht auf dem Praxisrechner, bevor irgendetwas das Haus verlässt. Danach kommt ein Blatt aus dem Drucker — Zugangscode, QR-Code, kurze Anleitung — oder die Adresse der Patientin wird eingetragen und der Link geht per E-Mail hinaus.

Wichtig für die Praxis: Das Geburtsdatum steht nicht auf dem Blatt. Es ist der zweite Teil des Schlüssels. Wer den Zettel findet, kann damit nichts anfangen.

Was die Patientin sieht

Sie öffnet den Link — am Telefon meist über den QR-Code —, gibt ihr Geburtsdatum ein und sieht ihre Bilder im Browser. Kein Programm zu installieren, kein Viewer von der CD, kein Java. Durchblättern, vergrößern, Helligkeit ändern: das, was man erwartet. Wer die Bilder weitergeben will, lädt sie als Originaldaten herunter — die kann jeder Arzt in sein eigenes System einlesen.

Zuweiser und Kollegen

Für den befundenden Kollegen zählt etwas anderes als für die Patientin: Er braucht die Originaldaten im DICOM-Format, nicht hübsche Bilder. Beides sollte derselbe Link hergeben — Ansicht für die Patientin, Download der Originale für den Arzt. Ein Portal, das nur JPEG ausgibt, hilft dem Zuweiser nicht.

Die fünf häufigsten Stolpersteine

  1. Das Praxisprogramm kann angeblich nichts. Prüfen Sie drei Wege: DICOM-Versand an ein zweites Ziel, einen Ordner, in den es ablegt, und die CD-Brennfunktion. Der letzte Weg funktioniert immer — ein virtuelles Brennlaufwerk nimmt entgegen, was sonst auf die Scheibe ginge.
  2. Große Aufnahmen. Eine dreidimensionale Zahnaufnahme kann über ein Gigabyte groß sein. Achten Sie darauf, dass Ihr Anschluss das hergibt und der Dienst so etwas überhaupt annimmt.
  3. Falscher Patient. Prüfen Sie den Namen, den das Programm aus den Bildern liest, bevor Sie senden. Wer eine falsche Untersuchung brennt, brennt sie auch falsch digital.
  4. Kein Rückweg. Es muss möglich sein, eine Freigabe zurückzuziehen — etwa wenn die Adresse falsch war. Ohne diese Möglichkeit bleibt ein Fehler für immer im Netz.
  5. Niemand erklärt es der Patientin. Ein Satz genügt: „Den Code auf dem Blatt, dazu Ihr Geburtsdatum — mehr brauchen Sie nicht."

Was auf dem Terminalserver anders ist

Arbeiten mehrere Mitarbeiterinnen auf einem Terminalserver, gibt es Anschlüsse und Laufwerke nur einmal je Rechner. Ein Dienst, der das ignoriert, führt dazu, dass eine Untersuchung in zwei Fenstern gleichzeitig auftaucht — oder bei der Falschen. Achten Sie darauf, dass eingegangene Bilder ausdrücklich übernommen werden und dabei genau einer Sitzung zufallen.

Häufige Fragen

Braucht der Patient eine App?
Nein. Die Bilder öffnen sich im Browser des Telefons oder Rechners. Zu installieren ist nichts.
Bekommt der Zuweiser die Originaldaten?
Ja. Über denselben Link lassen sich die Originalbilder im DICOM-Format herunterladen; sie lassen sich in jedes Praxis- oder Klinikprogramm einlesen.
Was ist, wenn die Praxissoftware keine Schnittstelle hat?
Dann bleibt der Weg über das virtuelle Brennlaufwerk: Die Software brennt wie immer eine Patienten-CD, die Daten landen aber in der digitalen Übergabe statt auf einer Scheibe.

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